[TRAVEL] TOSCANA
Pünktlich zum Frühlingsbeginn überkommt mich jedes Jahr die Reiselust. Dann zieht es mich magisch in den Süden, der Wärme entgegen. Gerade nach der langen Corona-Zeit sehnt sich meine Seele nach DOLCE VITA, leckerem italienischem Essen und natürlich ganz viel Sonnenschein. Die Chancen für einen Italien-Urlaub im Sommer stehen derzeit ja gut und die Aussichten werden von Tag zu Tag besser - ich für meinen Teil träume mich also schon einmal über die Alpen gen Süden. Wer kommt mit?
Für mich geht es heute in die Toscana. In Mittel-Italien zwischen Meer und Bergen gelegen, grenzt diese Region an Ligurien, die Emilia-Romagna, Umbrien, die Marken und Latium. Das Kernland der Renaissance weiß kulturell zu begeistern, aber auch die Naturlandschaft und die Kulinarik brauchen sich nicht zu verstecken. Neben der Hauptstadt Florenz (Uffizien, Ponte Vecchio) zählen Pisa (schiefer Turm), Siena und Volterra zu sehenswerten Zielen. Auch die 14 Türme des UNESCO Weltkulturerbes San Gimignano oder das malerische Örtchen Montepulciano sind hoch gerühmt. Und wer wissen will, wo genau der Carrara-Marmor herkommt - der braucht nur die gleichnamige Stadt zu besuchen.
Wer sich eher landschaftlich begeistern lassen möchte, dem seien die Maremma, die Versilia-Küste oder der Apennin ans Herz gelegt. Der üppigen Vegetation und dem günstigen Klima verdankt die Toscana auch ihre wirtschaftliche Stärke, die - neben dem Tourismus - zu großen Teilen auf der Agrarproduktion beruht. Weinbau (darunter so klingende Namen wie Chianti, Sassicaia, Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano) und die Gewinnung von hochwertigen Olivenölen spielen hier eine wichtige Rolle. Und auch die größte Rinderrasse der Welt, das Chianina, stammt aus der Toscana.
Womit wir schon beim (für meinen Teil) wichtigsten Punkt unserer imaginären Reise wären: Der Kulinarik. Wie jede Region Italiens ist die Esskultur auch in der Toscana stark geprägt von der Tradition und der Natur-Kulturlandschaft.
Das ungesalzene Weißbrot Pane Sciocco ist ebenso typisch für die Region wie Bohnen, Kastanien, Pinienkerne, Wildschwein oder das hochwertige Olivenöl. Das wird gerne auch mit dem hervorragenden Trüffel versetzt, der unter anderem im Mugello und den Hügeln von San Miniato Chianti gefunden werden kann.
Apropos Chianti. Wein kann die Toscana natürlich auch. Hauptrebsorte ist die rote Sangiovese, die vornehmlich für den weltbekannten Chianti zum Einsatz kommt. Aber auch der Süßwein Vin Santo stammt von hier. Dazu kommt eine gehörige Menge an DOC- und DOCG-Weinen - langweilig wird dem Weinliebhaber hier also wohl kaum.
Natur, Kultur, Kulinarik? In der Toscana muss man sich zum Glück nicht entscheiden. Hier geht alles Hand in Hand. Genuss bedeutet in der Toscana Nahrung für die Seele. Weil ich es aber manchmal doch gerne etwas handfester mag, habe ich hier noch zwei meiner Lieblingsgerichte für euch:
PANZANELLA ist ein sommerliches Gericht der Region. Es besteht aus altem, typisch toskanischem Brot, das etwa fünfzehn Minuten in Wasser getränkt und dann ausgedrückt wird. Dazu kommen rote Zwiebeln, Gurken, Tomaten, Basilikum, Öl und Essig.
TESTAROLI sind ein sehr altes Gericht aus der Römerzeit und werden auch "die Urform der Pasta" genannt. Der Teig aus Wasser, Mehl und Salz wird in einer Pfanne zu einer Art Pfannkuchen gebacken und anschließend in Dreiecke geschnitten. Ich mag sie am liebsten mit dem Basilikum Pesto unserer NONNA ELIANA.
Träumt ihr jetzt auch schon von eurem nächsten Besuch in der Toscana? Vielleicht sehen wir uns ja bald dort - ich würde mich freuen!




